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Konstanzer Teilorte - politisch

12.06.2019 (pm) Pflegefamilien in Konstanz gesucht

Der Mangel an Pflegefamilien ist ein grundlegendes Problem, das nicht nur Konstanz trifft. Das Familienmodell, bei dem ein Elternteil zuhause bleibt, ist seltener geworden. Häufig gehen beide Eltern arbeiten und es fehlt dadurch Zeit für ein Pflegekind. Dennoch werden in der Vollzeitpflege dringend Plätze gesucht.

Im Schnitt leben 50 Pflegekinder in Konstanz und pro Jahr werden Familien für sechs bis sieben Kinder gesucht. Das mag nicht nach viel klingen – aber hinter jedem Pflegekind steht ein Schicksal. Die Gründe, warum die Eltern die Erziehung und Versorgung nicht mehr bewältigen können, sind vielfältig: Es können beispielsweise junge Eltern sein, die noch nicht die Reife für die Kindererziehung und -versorgung haben und überfordert sind, oder es liegt eine schwerwiegende Erkrankung vor. Manchmal sind es auch dramatische Lebensereignisse, wie die Trennung oder der Tod der Eltern. Solche Kinder können in ihrem bisherigen Leben Phasen der Vernachlässigung erlebt haben. Pflegefamilien können ein zweites Zuhause bieten, in dem die Kinder vorübergehend oder langfristig leben dürfen. Eine solche Hilfe für Kinder und Eltern wird als Vollzeitpflege bezeichnet.

Es gibt grundlegende Unterschiede zwischen der Adoption eines Kindes und einer Vollzeitpflege. So kann eine Vollzeitpflege unter Umständen zeitlich befristet sein. Tatsächlich leben die meisten Pflegekinder jedoch bis zu ihrer Verselbständigung im jungen Erwachsenenalter in der Pflegefamilie. Dennoch ist es nicht möglich, das von Anfang garantieren zu können. Meistens entscheidet es sich aber in den ersten beiden Jahren der Vollzeitpflege, ob das Kind auf Dauer in der Familie leben wird. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass es sogenannte „Umgangskontakte“ zwischen dem Pflegekind und den biologischen Eltern gibt. Die Eltern suchen in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt eine Pflegefamilie für ihr Kind aus. Auch während der Zeit, in der das Kind in der Pflegefamilie lebt, soll die Beziehung zu den Eltern erhalten und gepflegt werden. Etwa ein bis zweimal pro Monat findet ein Umgangskontakt statt, der bei Bedarf vom Jugendamt begleitet wird.

Grundsätzlich geht es darum, einem Kind ein zweites Zuhause zu geben. Die Kinder, für die eine Pflegefamilie gesucht werden, sind meistens im Säuglings- bis Grundschulalter. Voraussetzungen sind vor allem Zeit und die Bereitschaft, sich auf eine neues Kind einzulassen und es in die Familie aufzunehmen. Das ist auch für alleinstehende Personen und gleichgeschlechtliche Paare möglich.

Pflegeeltern sollten Offenheit für neue Erfahrungen und Veränderungen innerhalb ihrer Familie mitbringen. Wichtig ist die Freude am Zusammenleben mit Kindern, Geduld, Zeit und Empathie und eine Belastbarkeit auch in Krisensituationen. Pflegekinder bringen häufig Verhaltensweisen mit, die zuerst rätselhaft erscheinen und erst verstanden werden wollen. In solchen Fällen ist es hilfreich, wenn Pflegeeltern gelassen reagieren und bereit sind, fachliche Unterstützung anzunehmen. Das Sozial- und Jugendamt begleitet die Pflegefamilien während der ganzen Zeit. Darüber hinaus erhalten Pflegefamilien neben den monatlichen Leistungen, dem Pflegegeld, noch einmalige Beihilfen und sonstige finanzielle Vorteile, wie den Pflegefamilienpass. Zudem werden in der Stadt Konstanz Vollzeitpflegekinder bei Plätzen in Tagespflegeeinrichtungen, wie Kitas oder Kindergärten, bevorzugt, und auch Pflegeltern können Elternzeit nehmen.

(Pressemitteilung Stadt Konstanz)

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(c) Foto: lizenzfrei aus www.pixabay.com
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Das Sozial- und Jugendamt bietet jederzeit unverbindliche Beratungsgespräche und sendet auch gerne Informationsunterlagen zu. Anlaufstelle für Vollzeitpflege im Sozial- und Jugendamt ist der Fachdienst Pflegekinder, zu erreichen per E-Mail: ChrstnFschrKnstnzd oder ThmsChrstnrKnstnzd und telefonisch unter 07531/900-648 oder -441.

 

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