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Konstanzer Teilorte - politisch

04.04.2019 (pm) Freiräume bedeuten Lebensqualität - Konstanzer Verwaltung berät Freiraumkonzept 2019

Aufgabe der Stadtplanung ist es, die Siedlungsentwicklung einer Stadt zu definieren. Dabei geht es nicht nur darum, die Art und das Maß von baulichen Entwicklungen zu bestimmen, sondern auch festzulegen, wo nicht gebaut wird. So bildet in Konstanz das Freiraumkonzept zusammen mit dem Dichtemodell des Stadtentwicklungsplanes die Grundlage für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung.

Das erste Freiraumkonzept stammt aus dem Jahr 2006. Am 9. April berät der Technische und Umweltausschuss seine Fortschreibung. In der Fortschreibung wird das bestehende Konzept an Hand des veränderten Bestandes, der Stadtentwicklung und neuer Planungsvorgaben aktualisiert. Es formuliert die grundsätzliche Ausrichtung der Freiraumplanung in der Stadt, die besonderen Schwerpunkte für die nächsten Jahre und zeigt Handlungsfelder auf.

Stadt, Land, Mensch: Die Ziele der Freiraumplanung

Grundsätzlich hat die Freiraumplanung das Ziel, die Lebensqualität für die Menschen in der Stadtgesellschaft zu sichern und auszubauen. Deshalb wird die grüne Infrastruktur gleichwertig zum Wohnraum entwickelt. Ein wesentliches Qualitätsmerkmal bilden die Übergänge zwischen Stadt und Landschaft.

Das Profil der Freiraumplanung: Vier Schwerpunkte der Arbeit

Um die Ziele der Freiraumplanung zu realisieren, stehen folgende Themen im Mittelpunkt der Arbeit:

1. Erhalt und Schaffung von Grün- und Freiflächen für die Naherholung;
2. Vernetzung von Wegen und Grünstrukturen;
3. Verbesserung des Stadtklimas;
4. naturnahe Behandlung von Regen- und Oberflächenwasser.

Kontinuität und Wertigkeit: Die umgesetzten Maßnahmen

Vom 2006 beschlossenen Freiraumkonzept bis heute wurden 32 größere Maßnahmen der Freiraumplanung umgesetzt. Zu diesen Maßnahmen zählen u.a. die Sanierung des Münsterplatzes und der Hofhalde (mit Spielplatz), die Neugestaltung des Herosé-Parks und der Uferpromenade, die Aufwertung des Freizeitareals Schänzle, die Renaturierung und Gestaltung des Hockgrabens, die Realisierung des „Grünen Bogens“ in Wollmatingen im Rahmen der Sozialen Stadt und das Quartier ehemaliger Bahnhof Petershausen.
Der Rückblick belegt die kontinuierliche und konstante Arbeit der Freiraumplanung und die damit einhergehende Wertigkeit der Maßnahmen. Qualität und Quantität der Freiräume erfuhren markante Steigerungen. Die umgesetzten Projekte verdeutlichen, dass Investitionen in Freiräume Investitionen in die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger darstellen.

Von jedem Punkt der Stadt ins Grüne - in weniger als einem Kilometer

Konstanz besitzt sowohl attraktive innerstädtische Freiflächen als auch wertvolle umgebende Landschaftsräume. Die Qualität dieser Angebote wird zusätzlich erhöht durch die relativ geringen Distanzen zwischen ihnen: Von der Kernstadt aus können die Erholungsflächen in der Umgebung in max. 15 Minuten Gehzeit erreicht werden, das entspricht etwa einem Kilometer. Die Entfernung für die Feierabenderholung liegt bei max. 500 Metern zur Wohnung. Wo die Entfernung in die Umgebung größer ist, nimmt der Druck auf die innerstädtischen Freiflächen allerdings zu. Durch die Entwicklung des Siemens-Areals kann der Nutzungsdruck bei Grünflächen in Petershausen-West zukünftig besser ausgeglichen werden.

Hin zu den Bürgerinnen und Bürgern: Stadtteilbezogene Handlungsfelder

Für die weitere Umsetzung der Freiraumplanung wurden 45 Handlungsfelder identifiziert. Die detaillierten Profile für acht Stadtteile bilden eine gute Grundlage für die Priorisierung der Arbeiten und die weitere Entwicklung von Konstanz als „grüner Stadt“. Die Freiraumplanung ermöglicht hier Perspektiven bis in die einzelnen Quartiere hinein und trägt damit wesentlich dazu bei, die Lebensqualität in der Stadt auch zukünftig zu verbessern.

Als künftige Schwerpunkte schlägt die Verwaltung folgende Maßnahmen vor: Entwicklungsgebiet Petershausen-West (Bückle-Areal), Entwicklung des Hafners, „Grüner Ring“ Altstadt-Paradies, Freizeitareal Horn, Freiraum Hohenegghalde /Kegelstütze mit Vernetzung über den Grünzug Jungerhalde-Hockgraben-Lorettowald zum See, Freiraum Schwaketental-Homberg, Freiraum Löwern.

In Abstimmung mit dem Beauftragten für Bürgerbeteiligung sind qualifizierte Beteiligungsformate zum Thema Freiraum vorgesehen.

Neue Herausforderungen im Blick

Der Klimawandel und das veränderte Freizeitverhalten der Bürgerinnen und Bürger stellen neue Aufgaben an die Freiraumplanung. Die Verwaltung hat bereits eine Klimafunktionenkarte für das Stadtgebiet erarbeitet. Als nächste Schritte sollen konkret umsetzbare Klimaanpassungsstrategien folgen. Auch der Trend, dass Freizeitaktivitäten immer mehr ins Freie verlagert werden, soll in die Planungen einfließen.

(Pressemitteilung Stadt Konstanz)

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(c) Foto: Stadt Konstanz 
(c) Foto: Stadt Konstanz

Bürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn stellte gemeinsam mit Herbert Schmitz, Anja Gabor, Gabriele Schwab und Martin Wichmann vom Amt für Stadtplanung und Umwelt das neue Freiraumkonzept für Konstanz vor (v.l.).

 

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