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04.06.2015 (dr) Kreisgesundheitsamt weist auf Gefahren durch Zecken hin

Die steigenden Temperaturen lassen die Gefahr einer Ausbreitung von Zecken steigen. Darauf weist das Kreisgesundheitsamt Konstanz hin. Da der Biss der Zecken schmerzlos verläuft und somit erst nach Übertragung von Viren und Bakterien in die Blutbahn bemerkt wird, fordert die Behörde zu besonderem Schutz auf. Besonders in hohen Gräsern ist die Bedrohung hoch.

Während die FSME (Frühsommer-Meningocephalitis) durch einen Virus übertragen wird, ist es bei Borreliose ein Bakterium. In erstem Fall sind insbesondere Auswirkungen auf die Nerven zu befürchten, die zu Lähmungen und im Zweifel bleibenden Schäden führen können. Bei der Borreliose sind darüber hinaus auch innere Organe betroffen – auch hier sind dauerhafte Einschränkungen möglich. Der Betroffene erkennt eine Übertragung der Borrelien durch eine in 50 bis 80 Prozent auftretenden kreisförmigen Rötung rund um die Bissstelle. Bei FSME setzen rasch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen ein.

Da die Meningocephalitis nur symptomatisch behandelt werden kann, ist Prävention dringend. Eine Impfung steht zur Verfügung und wird allen Bürgern in Risikogebieten – wozu auch der Landkreis Konstanz zählt – empfohlen. Borreliose wird durch die Gabe von Antibiotika therapiert. Je früher die Zecke von der Bissstelle entfernt wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass größere Mengen des Bakteriums übertragen wurden. Entsprechend ist angeraten, sich nach einem Aufenthalt im Freien gegenseitig auf etwaige Zecken abzusuchen – immerhin 90 Prozent der Betroffenen infizieren sich in der Freizeit.

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