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Kloster St. Katharina im Mainauwald bei Litzelstetten

In zwei Urkunden aus dem Jahr 1260 und 1263 wird die Gründung des Klosters zwischen Wollmatingen und der Insel Mainau erwähnt. Zur Echtheit der Urkunden gibt es allerdings in der Forschung Zweifel.

Man vermutet jedoch, dass im 13. Jahrhundert einzelne Brüder von der Reichenau hier lebten.

Gesichert gilt eine Urkunde aus dem Jahr 1324, mit der der Abt Diethelm von Reichenau dem Konversen Burkhard Adelun von Wurmlingen das Bruderhaus an dieser Stelle verlieh. Dazu gehörte eine Kapelle, verschiedene Güter und alle Rechte, die zuvor Bruder Konrad Wurster und sein Vorgänger innegehabt hatten. 

Im 14. Jahrhundert haben wohl nur einzelne Eremiten in dem Kloster gelebt. Der Wald ringsum wurde noch Jahrhunderte lang als "Wursterwald" bezeichnet.

Eine Urkunde aus dem Jahr 1419 gibt Auskunft über den weltlichen Status des Bruderhauses und ist ein Beleg für eine dortige Brudergemeinschaft.

Erstmals 1436 erwähnt als Frauenkloster. Die Klosterfrauen lebten wohl zunächst als Beginen und schlossen sich erst später dem Augustiner-Orden an. St. Katharina war den Augustiner-Eremiten in Konstanz unterstellt und die Pfarrei St. Martin in Wollmatingen betreute das Kloster.. Durch den zeitweiligen Besitz des wundertätigen Kreuzes von Bernrain von 1527–1664 gewann das Kloster an Bedeutung. 

Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster mit der Insel Mainau vom Großherzogtum Baden okkupiert. 1809 mussten die verbliebenen Nonnen das Kloster verlassen. 

Der Großherzog verkaufte dann die Gebäude. 1853 kaufte er sie zurück und verpachtete ein Gebäude als Gastwirtschaft. Das beliebte Ausflugslokal wurde 1965 geschlossen, u.a. weil es nicht an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen war. Von dem einst stolzen Klösterchen ist nur ein trauriger Rest geblieben. Die übrigen Gebäude verfielen und wurden abgerissen.

Die Insel Mainau hat das Areal mit einem Erlebnis-/Kletterwald neu belebt und ein Ausflugsziel mit Bewirtung für die ganze Familie geschaffen.

(Text: Heribert Baumann / Wolfgang Flick, Konstanz-Litzelstetten)

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