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Burghof in Wallhausen

Hier stand im Mittelalter die Stammburg des Adelsgeschlechts von Tettingen, dem damals fast die ganzen Gemarkungen Dettingen und Wallhausen gehörte. Im 13. Jahrhundert lebte hier der Minnesänger Heinrich von Tettingen (Manesse Liederhandschrift).

Der Besitz wurde im 14. Jahrhundert an die Kommende Mainau des Deutschen Ritterordens verkauft. Im 30-jährigen Krieg wurde die Burg gänzlich zerstört, so dass heute nur noch Mauerreste hinter dem jetzigen Burghof zu finden sind.Das heutige Gebäude wurde 1661 durch die Komturei Mainau errichtet und trägt über der Eingangstür ein Wappen des Ordens-Komturs. 1805 gelangte es in den Besitz des Großherzogtums Baden und wurde jahrzehntelang als Forsthaus genutzt.

Im 1. Stock des Gebäudes befindet sich ein sogenannter Rittersaal mit Renaissance-Decke, der allerdings nicht besichtigt werden kann. Seit 2007 ist der Burghof im Privatbesitz und ist mit Burgschenke und Biergarten ein beliebter Ausflugsort.

(Text: Peter Neumann, Konstanz-Dettingen)

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