Hotels, Ferienwohnungen und -zimmer: Regelungen für Übernachtungen während „Corona“

Übernachten in einer Ferienwohnung
Bett in einer Ferienwohnung, (c) Foto: Wolfgang Flick, Konstanz

Der Tourismus auf dem Bodanrück ist von den Auswirkungen der „Corona“-Pandemie ebenfalls betroffen, denn die Einschränkungen beim Reisen und die Verbote des Urlaubsverkehrs wirken sich unmittelbar auf die Anbieter von Ferienwohnungen und Privatzimmern aus. Der „Deutsche Tourismusverband“ fasst auf seiner Internetseite zusammen, welche Regelungen derzeit im Allgemeinen gelten: „Die Vermietung von Unterkünften zu Urlaubszwecken ist in allen Bundesländern untersagt worden. Ein Verstoß kann ein Bußgeld, gegebenenfalls auch eine strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen. Wir gehen davon aus, dass die Vermietung an Handwerker (Monteurzimmer) und Geschäftsreisende oder zu sonstigen notwendigen Zwecken, die nicht der Urlaubserholung dienen, weiter erlaubt ist“ (https://www.deutschertourismusverband.de/service/coronavirus/uebersicht-zu-behoerdlichen-massnahmen.html).

Wie steht es nun aber im Einzelnen um die Übernachtungsmöglichkeiten, beispielsweise im Erholungsort Litzelstetten? Dazu führt das „Tourismusnetzwerk Baden-Württemberg“ wie folgt aus: „Laut § 4 Abs. 1 Nr. 15 CoronaVO ist der Betrieb von Beherbergungsbetrieben, Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen bis zum 3. Mai 2020 untersagt. Allerdings darf eine Beherbergung ‚ausnahmsweise zu geschäftlichen, dienstlichen oder, in besonderen Härtefällen, zu privaten Zwecken erfolgen‘“ (https://bw.tourismusnetzwerk.info/2020/03/20/faq-zur-corona-verordnung-coronavo/). Damit ist Klarheit für Hotels geschaffen, doch sieht es bei Ferienwohnungen ähnlich aus? „Ja, der Begriff des Beherbergungsbetriebs umfasst auch die Vermietung von Ferienwohnungen, sobald die Vermietung mit einer gewissen Regelmäßigkeit erfolgt“, erklärt das Tourismusnetzwerk – und ergänzt, dass dieselbe Regelungen auch für die Anbieter von Privatzimmer gelten.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass Buchungen für die Zeit nach dem 3. Mai 2020 wieder angenommen werden dürfen. Allerdings kann sich dies je nach Entwicklung der Situation auch wieder ändern. Für die Anbieter von Übernachtungsmöglichkeiten bringt diese Ungewissheit ein ungemein hohes Risiko in ihrer weiteren Jahresplanung. Zwar ist das Vermieten von Hotelzimmern, Ferienwohnungen und Privatzimmern an Personen, die aus beruflichen Gründen unterwegs sind, auch heute schon möglich. Doch diese Klientel dürfte allein keine Auslastung für die Unterkünfte bringen. Wenig Hoffnung dürften auch die Ausnahmeregeln bringen, die das Tourismusnetzwerk so zusammenfasst: „Hierzu zählen z.B. Krankenbesuche, wichtige Familienbesuche o.ä. Ein besonderer Härtefall dürfte auch bei der Nutzung eines Campingplatzes zu privaten Zwecken i.S.d. § 4 Abs. 1 Nr. 15 CoronaVO dann gegeben sein, wenn ein Dauercamper seinen Erstwohnsitz auf einem Campingplatz hat, in allen anderen Fällen von Campern aber regelmäßig nicht, sondern nur beim Vorliegen besonderer Umstände des Einzelfalles“.

Sollten Sie Vermieter sein, sind wir auf Ihren Erfahrungsbericht gespannt: Schreiben Sie uns, wie Sie als Hotel, Ferienwohnungs- oder Privatzimmer-Besitzer mit den Folgen der Pandemie umgehen, welche Sorgen und Ängste Sie bedrücken und welche Erwartungen Sie von der Politik haben: post@bodanbuerger.de. Gerne veröffentlichen wir Ihre Zuschrift im Bürgerportal www.bodanbuerger.de.  Die „Bodanbürger“ wünschen allen touristischen Anbietern auf dem Bodanrück, dass sie trotz der Beschränkungen durchhalten und alsbald ihre Türen wieder öffnen dürfen!

Autor: Dennis Riehle, Konstanz

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