Litzelstetter Sozial- und Pflegesprechstunde: „Corona“-Fragen und noch mehr Punktgenauigkeit!

Logo der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe LiNa
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Wie geht es in Zeiten der „Corona-Krise“ mit meinem Arbeitsplatz weiter? Welche Ansprüche auf Sozialleistungen bestehen während des „Shutdowns“? Was bedeutet eigentlich die „Kurzarbeiterregelung“? Habe ich Anspruch auf einen Platz in der Notbetreuung für mein Kind? Wer kann sich in dieser Zeit um meinen pflegebedürftigen Angehörigen kümmern? Wie organisiere ich eine Einkaufshilfe? Was passiert, wenn mein Kind mit „Homeschooling“ an seine Grenzen stößt? Was wird eigentlich aus meinem Urlaubsanspruch? Wie lange erhalte ich in diesen Tagen Arbeitslosengeld? Und was kann ich tun, wenn ich eine psychische Veränderung an mir merke – nach all den Wochen der Quarantäne?

Diese und ähnliche Fragen erreichen die Litzelstetter Sozial- und Pflegesprechstunde im Augenblick vermehrt, sagt Dennis Riehle, Leiter des ehrenamtlichen Angebots, das für alle Bürger kostenlos als Erstberatung zur Verfügung steht und von der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe e.V. getragen wird. „Durch die Niederschwelligkeit suchen viele Hilfebedürftige die Sprechstunde auf, ehe sie sich mit ihrem Thema an institutionelle Servicestellen wenden. Momentan kann die Sprechstunde keine Präsenztermine anbieten, eine Beratung  erfolgt daher nur per Post und Mail. Doch auch auf diesem Wege lassen sich in vielen Fällen die Fragen der Menschen bereits nach kurzer Schilderung des Sachverhalts beantworten. Damit ersparen sie sich oftmals den Behördengang, der nicht selten große Überwindung kostet“, so der 34-Jährige, der sein Wissen durch berufliche Erfahrung als ausgebildeter Psychologischer Berater, fortgebildet in Angst- und Stressbewältigung, Seelsorge und Persönlichkeitstraining, über viele Jahre hin erlangt hat. Daneben ist er seit geraumer Zeit in der Selbsthilfearbeit und im Engagement für sozial Benachteiligte unterwegs. Aktuell konnte er zertifizierte Weiterbildungen im Sozialrecht, in Gerontologie (also der Lehre des Alterns) sowie in Digitaler Prävention und Gesundheitsförderung absolvieren. Darüber hinaus ist er jetzt als Flüchtlings- und Integrationshelfer qualifiziert und bietet Asylsuchenden nun ebenfalls fundierte Kenntnisse. Das macht die Auskünfte fortan noch punktgenauer als bisher.

Typische Anliegen in der Sprechstunde sind: Leistungen bei Arbeitslosigkeit (ALG I und II/“Hartz IV“), Sozialhilfe (Grundsicherung, Sozialgeld u.a.), Fragen zu Ansprüchen und Leistungen der Krankenversicherung, Leistungen bei Erwerbsminderung und im Alter, Ansprüche auf (vorzeitige) Rente und deren Antragsstellung, Leistungen der Pflegeversicherung (Pflegegrade, Verhinderungs- und Kurzzeitpflege, Umzug in die stationäre Pflege und deren Finanzierung, Pflegegeld und Pflegesachleistungen…), Fragen zur Barrierefreiheit, Wohnraumanpassung, pflegerische Hilfsmittel, Entlastung für pflegende Angehörige, praktische Tipps für die ambulante Pflege, Fragen zur Betreuung älterer Menschen, Hilfe bei Krankheit oder Behinderung, Leistungen der Unfallversicherung und anderer Sozialträger, Anrecht und Leistungen bei Schwerbehinderung, Blindengeld und Blindenhilfe, Fragen zu Gebrechen des Alters, Hilfe und Unterstützung bei Migrationshintergrund, Leistungen für Flüchtlinge und Asylsuchende, Fragen in der Erziehung, Leistungen für Familien (Kindergeld…) sowie in Studium und Ausbildung („BAföG“ usw.), Seelsorge in alltäglichen Krisen, Fragen zu Rehabilitation und Wiedereingliederung, zu Prävention und Gesundheitsfürsorge, Vorsorge-/Betreuungsvollmacht und Patientenverfügung sowie Hilfe bei Antragsstellung und dem Ausfüllen von Formularen oder Widersprüchen. „Daneben informiere ich auch über die Dienste der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe“, so Riehle. Falls er nicht weiterhelfen kann, vermittelt er an die zuständigen Stellen.

„Ich freue mich besonders, dass das Angebot von Jung und Alt, von Arm und Reich, von Mann und Frau gleichermaßen genutzt wird. Dieser Vertrauensbeweis der Bevölkerung bedeutet mir viel. Und die beständige Zahl an Hilfsgesuchen macht auch deutlich, dass eine solche Leistung lange Zeit gefehlt hat. Wenngleich ich die Sprechstunde nun schon seit sieben Jahren anbiete, sind die Ansinnen, mit denen sich die Einwohnerschaft an mich wendet, doch immer wieder neu. Der Zulauf ist aber auch ein Zeichen dafür, dass Bürokratie und Paragrafendschungel vielen Bürgern Probleme bereiten“.

Deshalb will Riehle weitermachen und bleibt für die Menschen im Ort unter Mail: dennis.riehle@Li-Na.de oder per Post (Martin-Schleyer-Str. 27, 78465 Konstanz) erreichbar. Wir bitten um Verständnis, dass derzeit keine Telefonate entgegengenommen werden können. Zu beachten: Die Sprechstunde ist keinerlei Ersatz für Pflegeberatungen und andere Leistungen nach SGB XI. Auch kann sie keine fachkundige Rechtsberatung oder therapeutische, medizinische beziehungsweise heilkundliche Konsultation ersetzen. Eine Gewähr ist ebenso wie eine rechtliche Haftung nicht möglich. Es gilt das Gebot der Vertraulichkeit und Verschwiegenheit. Datenschutz wird gewährleistet. Eine Mailberatung ist auch anonym möglich.

Pressemitteilung:
Dennis Riehle
Litzelstetter Nachbarschaftshilfe e.V.

Mitglied im Vorstand – kommissarischer Schriftführer
Leiter der Sozial- und Pflegesprechstunde
Projekt „Neubürger-Patenschaft“
https://www.li-na.de

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