Regionalbeauftragter der Bundesorganisation Deutsche Diabetes-Hilfe DDH-M: Der Litzelstetter Dennis Riehle wird Ansprechpartner für Betroffene

Logo der Deutschen Diabeteshilfe
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Die Zahlen sind alarmierend: Über neun Millionen Menschen in Deutschland sind an Diabetes mellitus erkrankt, der überwiegende Teil davon an Typ 2. Risikofaktoren dafür sind Adipositas, die genetische Veranlagung und eine Lebensweise mit zu wenig Bewegung. Einer der Betroffenen ist der 35-jährige Litzelstetter Dennis Riehle, der sich seit langem in der Selbsthilfebewegung einsetzt und bereits zahlreiche Ämter in der Region innehatte.

Mittlerweile engagiert er sich bei der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) e.V. als Regionalbeauftragter für die Bodenseeregion. Damit ist Riehle fortan Ansprechpartner für Betroffene, Angehörige, Mediziner und die Medien im Kreis Konstanz, die sich mit ihren Fragen, Anliegen und Wünschen direkt an ihn wenden können. „Ich möchte die verantwortungsvolle Aufgabe mit viel Leidenschaft ausführen. Denn ich weiß selbst, dass Betroffene mit Diabetes noch immer großen Schwierigkeiten im Alltag ausgesetzt sind. Es gibt Vorurteile, oftmals werden sie mit ihrer Erkrankung aber auch nicht ernst genommen. Die Diagnose stellt die Erkrankten vor massive Herausforderungen, die Umsetzung der Therapie fällt ihnen anfangs sehr schwer. Diabetes-Patienten müssen zunächst lernen, mit dieser schwerwiegenden Beeinträchtigung umzugehen, von der Einnahme der Medikamente bis hin zur Umstellung angestammter Lebensgewohnheiten. Da die Folgen eines fortschreitenden Diabetes beträchtlich sein können, lohnt es sich allemal, so früh wie möglich dagegen anzukämpfen“, ist Riehle überzeugt. Er weiß jedoch selbst: „Der Weg ist schwierig und erfordert viel Geduld und Durchhaltevermögen.“

Der Konstanzer war bis vor einem Jahr noch als gelernter Psychologischer Berater selbstständig tätig, nun wird er den Ratsuchenden vor Ort ehrenamtlich Rede und Antwort stehen. Nachdem er sich über mehrere Hochschulkurse in Digitaler Prävention und Gesundheitsförderung, Sozialrecht und Gerontologie zertifiziert hat, bietet Riehle den Mitgliedern der Selbsthilfeorganisation auch deutschlandweit eine psychosoziale Mailberatung an, um sie für die Bewältigung der Krankheit zu motivieren und ihnen bei bürokratischen Anforderungen im Behördendschungel beiseite zu stehen.

„Als Typ-2er möchte ich Projekte umsetzen, die diese Patientengruppe in der Versorgung und Verbesserung der Lebensqualität unterstützen. Dazu will ich mit den Fachärzten in der Region ins Gespräch kommen, um die Gleichgültigkeit mancher Betroffener, vor allem aber auch der Außenstehenden, endlich abzubauen. Ich möchte mit informativen und aufklärenden Aktionen dazu beizutragen, das Wissen um den Diabetes zu steigern. Ich habe viele Ideen, wie man auf die Gefahren von Folgeerkrankungen bei fortschreitendem Diabetes aufmerksam machen kann. Dazu hoffe ich auf Interesse der Öffentlichkeit und erfahrene Mitstreiter, für die Aufklärungsarbeit ein Herzensanliegen ist“, so Riehle. Nicht zuletzt ist die DDH-M auch ein Interessenvertreter gegenüber der Politik und den gesellschaftlichen Akteuren, die in ihrer täglichen Arbeit dem „Diabetes“ begegnen. „Ich will mich mit diesen Teamplayern vernetzen und hoffe, dass ich durch mein langjähriges bürgerschaftliches Engagement rasch Verbündete finde, mit denen ich für auf eine gute Versorgung der Patienten und ihre Rechte eintreten kann“, so Riehle.

„Mir ist es vor allem wichtig, dass Diabetes in der Gesellschaft im Gespräch bleibt. Eine solche Volkskrankheit dürfen wir nicht unter den Teppich fallen lassen – weder aus Scham, noch aus Desinteresse. Die Probleme, die mit der Zuckerkrankheit einhergehen, berühren nicht nur die Betroffenen. Auch Angehörige sind involviert, ich denke nur an die erkrankten Kinder, deren Eltern vor organisatorischen wie emotionalen Hürden stehen. Der Gedanke der Selbsthilfe ist, dass Gleichgesinnte ihre Erfahrungen untereinander austauschen, Lasten gemeinsam tragen und sich gegenseitig eine Stütze sind“, erklärt Riehle, der für den DDH-M e.V. zu einem wichtigen Mitarbeiter geworden ist.

Jörg Westheide, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DDH-M: „Herr Riehle als Regionalbeauftragter ist ein Glücksfall für die Interessenvertretung der Menschen mit Diabetes am Bodensee. Ich rechne mit einer Signalwirkung vor Ort. Mein eigener Weg in der Diabetes- Selbsthilfe begann ebenfalls als Regionalbeauftragter der DDH-M für die Region Bayern / Landkreis Weilheim-Schongau. Dort habe ich Selbsthilfearbeit von der Pike auf gelernt.“

Dennis Riehle ist ab sofort in seiner Funktion als „Regionalbeauftragter Bodensee“ unter der E-Mail-Adresse dennis.riehle@ddh-m.de erreichbar. Er wird in nächster Zeit auf die diabetologischen Praxen im Umkreis zugehen und sich dort vorstellen. Auch mit den sozialen Organisationen, die in ihrem Wirken mit dem Thema „Diabetes“ in Kontakt kommen, nimmt Riehle in den kommenden Monaten Gespräche auf.

Quelle: Pressemitteilung der DDH-M, Berlin

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