Kommentar zum Wahlkampfauftakt: „Konkurrenz belebt das Geschäft!“

Schriftzug Meinung
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Trotz Corona-Pandemie kommt der Wahlkampf um den nächsten Oberbürgermeister von Konstanz endlich in Fahrt. Während die einzelnen politischen Lager befürchten, dass durch die hohe Zahl an Kandidaten die Chancen auf einen Sieg für den von ihnen unterstützten Bewerber schwinden, begrüße ich das Rennen von derzeit fünf Anwärtern auf das höchste Amt der Stadt. Denn für die Demokratie ist eine breite Auswahl stets das Beste. Mit den Programmen derart verschiedener Charaktere haben die Bürger die Möglichkeit, selbst in Detailfragen entsprechende Unterschiede in den Positionen zu erkennen.

Immerhin geht es in den nächsten Jahren um viel: Das sicherlich drängendste Thema der Wohnungsbaupolitik, die für die weitere Stadtentwicklung existenziell ist, steht ebenso auf der Agenda wie der ständige Verkehrskollaps, der allein durch eine Stärkung des ÖPNV, der Fahrradnutzung und kluge „Park and Ride“-Konzepte gelöst werden kann. Und nicht zuletzt wird es vonnöten sein, den ausgerufenen Klimanotstand mit noch mehr Leben zu füllen.

Konkurrenz belebt das Geschäft – das gilt auch für die inhaltliche Auseinandersetzung der Kandidaten mit ihren eigenen und den Standpunkten der anderen Bewerber. Selbst wenn damit die Wahrscheinlichkeit für einen Gewinner bereits im ersten Wahlgang sinkt, profitiert Konstanz von einer intensiven Debatte um die kommunalen Zukunftsfragen. Ich bin überzeugt, dass sich ein fairer, aber gleichsam stringent geführter Wahlkampf positiv auf die Beteiligung am Urnengang auswirken wird.

Kommentar von Dennis Riehle

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