Litzelstetter Sozial- und Pflegesprechstunde: September steht im Zeichen der Verfügungen

Logo der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe LiNa
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Die Litzelstetter Sozial- und Pflegesprechstunde verzeichnet derzeit auch aufgrund der „Corona“-Krise eine überdurchschnittlich hohe Nachfrage. Die ehrenamtliche Beratung der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe e.V. ist für die Bürger kostenlos und dient als Erstkontakt. Ihr Leiter, der 35-jährige Dennis Riehle, der als Psychosozialer Berater aktiv ist und sich erst kürzlich im Sozialrecht, in Digitaler Prävention und Gesundheitsförderung sowie in Gerontologie weitergebildet und zertifiziert hat, hat für den Monat September 2020 das Thema „Verfügungen“ zum Schwerpunkt seiner Arbeit gemacht.

„Offenbar ist den Menschen in Zeiten der Pandemie die Wichtigkeit von Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen bewusst geworden. Immerhin kann jeden von uns eine Notlage im Leben treffen, die es erforderlich macht, für wichtige Entscheidungen vorbereitet zu sein“, so Riehle, der ergänzt: „Viele von uns wissen nicht, welche Unterschiede die einzelnen Verfügungen mit sich bringen – und für welchen Fall sie tatsächlich geeignet sind. Ich möchte entsprechend Aufklärung leisten und Ratsuchende bei Ihren Fragen zur Seite stehen. Deshalb wird es im September vornehmlich darum gehen, interessierte Bürger zu den verschiedenen Vollmachten zu beraten“. Unter anderem hat Riehle ein Informationsblatt zusammengestellt, das zehn wichtige Fragen zu den drei genannten Verfügungen beantwortet. Es kann kostenfrei bei der Sozial- und Pflegesprechstunde angefordert werden.

Sonstige Anliegen in der Sprechstunde sind: Leistungen bei Arbeitslosigkeit (ALG I und II/“Hartz IV“), Sozialhilfe (Grundsicherung, Sozialgeld u.a.), Leistungen bei Erwerbsminderung und im Alter, Leistungen der Pflegeversicherung (Pflegegrade, Verhinderungs- und Kurzzeitpflege, Pflegegeld und Pflegesachleistungen…), Barrierefreiheit, Wohnraumanpassung, pflegerische Hilfsmittel, Entlastung für pflegende Angehörige, Hilfe bei Krankheit oder Behinderung, Leistungen der Krankenversicherung und anderer Sozialträger, Anrecht und Leistungen bei Schwerbehinderung, Blindengeld und Blindenhilfe, Fragen zu Gebrechen des Alters, Hilfe und Unterstützung bei Migrationshintergrund, für Flüchtlinge und Asylsuchende, Fragen in der Erziehung, Leistungen für Familien (Kindergeld…), im Studium („BAföG“ usw.), Seelsorge in alltäglichen Krisen, Fragen zu Rehabilitation und Wiedereingliederung sowie Hilfe bei Antragsstellung und dem Ausfüllen von Formularen oder Widersprüchen.

„Ich freue mich besonders, dass das Angebot von Jung und Alt, von Arm und Reich, von Mann und Frau gleichermaßen genutzt wird. Dieser Vertrauensbeweis der Bevölkerung bedeutet mir viel. Und die beständige Zahl an Hilfsgesuchen macht auch deutlich, dass eine solche Leistung lange Zeit gefehlt hat. Wenngleich ich die Sprechstunde nun schon seit über sieben Jahren anbiete, sind die Ansinnen immer wieder neu, mit denen sich die Einwohnerschaft an mich wendet. Der Zulauf ist aber auch ein Zeichen dafür, dass Bürokratie und Paragrafendschungel vielen Bürgern Probleme bereiten“.

Deshalb will Riehle weitermachen und bleibt für die Menschen im Ort unter Mail: dennis.riehle@Li-Na.de oder per Post (Martin-Schleyer-Str. 27, 78465 Konstanz) erreichbar.

Wir bitten um Verständnis, dass derzeit keine Telefonate entgegengenommen werden können. Zu beachten: Die Sprechstunde ist keinerlei Ersatz für Pflegeberatungen und andere Leistungen nach SGB XI. Auch kann sie keine fachkundige Rechtsberatung oder therapeutische, medizinische beziehungsweise heilkundliche Konsultation ersetzen. Eine Gewähr ist ebenso wie eine rechtliche Haftung nicht möglich. Es gilt das Gebot der Vertraulichkeit und Verschwiegenheit. Datenschutz wird gewährleistet. Eine Mailberatung ist auch anonym möglich.

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