Kurzmitteilungen aus Litzelstetten

Rathaus / Ortsverwaltung Konstanz-Litzelstetten
Rathaus / Ortsverwaltung Konstanz-Litzelstetten

Die Diskussion, was aus dem Sozialen und Kulturellen Zentrum im 1. OG des Rathauses werden könnte, beschäftigte auch die Ortschaftsräte in ihrer Sitzung. Vom Hochbauamt gab es hierzu folgende Einschätzung: „Der jetzige Bürgersaal könnte auf Nutzung wie Yoga und Kurse mit geringer Personenzahl beschränkt werden. Es gibt Überlegungen der Stadt Konstanz, Wohnraum für Auszubildende der Stadt zur Verfügung zu stellen. Die 5-Zimmerwohnung [im Rathaus, Anm. des Autors] wäre nach Auszug der Kernzeitbetreuung ideal dafür geeignet. Dem Rathaus käme eine städtische Nutzung sehr entgegen, die Räume sind in einem allgemeinen guten Zustand, Küche und Bad sind vorhanden. Für gut befunden wird der Plan, statt des Baus eines Aufzuges ein barrierefreies Quartierszentrum in die neu geplante Ortsmitte zu integrieren“. Für diese Idee müssen weitere Gespräche mit der WOBAK geführt werden. Sie ist Eigentümer des Neubaus.

Herr Frommer berichtet darüber, dass Carolina Romer 100 Jahre alt geworden ist. Zudem führt der Verwaltungsleiter aus, dass die evangelische Auferstehungskirche einen neuen Pfarrer hat: Klaus-Dieter Nikischin wird fortan die Geschicke der Protestanten im Dorf lenken. Zudem erklärt der Ortsvorsteher, dass der Litzelstetter Mitbürger, Dennis Riehle, beim Verkehrsministerium Baden-Württemberg nach Möglichkeiten zum Lärmschutz angefragt hat. Leider war die Antwort aus Stuttgart wenig aussagekräftig, dennoch will Riehle am Thema dranbleiben.

Wolfgang Gensle berichtet, dass immer mehr Wohnmobile auf dem Purren campen. An Wochenenden werden bis zu zehn Stück gezählt. Um diesem Trend entgegenzuwirken, will der Ortsvorsteher in Absprache mit den Bauern mehrere Baumstämme legen. Über das Abstellen von Wohnmobilen innerorts berichten auch die Ortschaftsrätinnen Dorothea Maier-Zepf und Brigitte Momma-Lavall, die von Mitbürgern auf dieses Ärgernis angesprochen wurden.

In der Bürgerfrageviertelstunde erkundigte sich ein Bewohner, ob es einen Plan zur Kabelverlegung in Litzelstetten gibt. Hierzu erklärt der Ortsvorsteher, dass er bei den zuständigen Anbietern Pläne angefragt hat. Er teilt in diesem Zusammenhang auch mit, dass der Arbeitskreis „Mobilfunk“ in Arbeitskreis „Digitalisierung“ umbenannt werden soll. Ein Zuhörer hat hierzu Bedenken, denn das Gremium könnte mit dieser Bezeichnung überlastet werden. Wolfgang Gensle verweist auf die privatrechtlichen, langfristigen Verträge des Mobilfunks, ebenso auf die Vor- und Nachteile, die alsbald erarbeitet werden sollen.

Ein anderer Bürger berichtete über ein Hundekotproblem auf privaten Grundstücken im Bereich Zum Purren / Luzzilonweg – und fordert weiter, dass dort mit Schildern auf die „privaten Grundstücke“ hingewiesen wird. Der Betroffene fordert eine Leinenpflicht für Hunde ein. Nach längerer Diskussion im Ortschaftsrat soll nun in der Stadt angefragt werden, welche Möglichkeiten es hierzu gibt und ob die Satzung geändert werden kann.

In Bezug auf den „Demografischen Wandel“ und das „Handlungsprogramm Wohnen“ wird es wohl im Zuge der Vorstellung weiterer Planungen und der Erschließungen zum Baugebiet am Marienweg im November neue Informationen geben. Ortsvorsteher Wolfgang Gensle erklärt, für die Dorfentwicklung sei es Grundvoraussetzung, freie Wohnungen zu schaffen, die in Litzelstetten vor allem von jungen Familien dringend benötigt werden. Wohnraumflächen gibt es kaum mehr, es sollen aber nochmals alle Grundstückseigentümer der freien Flächen angeschrieben werden.

Wolfgang Gensle berichtete über die Zusage zur Ortsmitte, dass bis Ende des Jahres die Baugenehmigung vorliegen soll und der Baubeginn für 2021 geplant ist. Mögliche Änderungen an der Tiefgaragenausfahrt sollen in der Offenlage präsentiert werden, sodass alle Bürger und Anwohner Gelegenheit haben, ihre Bedenken dazu zu äußern.

Für die Aussegnungshalle auf dem Litzelstetter Waldfriedhof sind neue Sitzkissen eingetroffen. Zudem gab es aus der Bevölkerung Anfragen, ob auf dem Friedhof weitere Sitzbänke aufgestellt werden können. Ortsvorsteher Wolfgang Gensle wird sich entsprechend erkundigen, ob für die Anschaffung solcher Bänke ein Beschluss des Ortschaftsrates nötig ist.

Das Land Baden-Württemberg hat allen Pächtern am Seeuferweg zum Jahresende gekündigt. Ab dann wird die Stadt Konstanz als Pächter der Grundstücke auftreten. Entsprechend muss ein Pflegekonzept für diesen Bereich erarbeitet werden. Sollte es aus wasser- und naturschutzrechtlicher Sicht keine Einwände geben, können die dort liegenden Boote verbleiben.

In Bezug auf die Erweiterungsfläche am städtischen Kindergarten konnte die Stadt mit dem Verkäufer eine Einigung erzielen und den Kauf bereits abwickeln. Im Oktober und November soll die neue Fläche umzäunt werden, damit sie vom Kindergarten auch umgehend genutzt werden kann. Die entsprechende Ausstattung für den hinzukommenden Außenbereich wird anschließend angeschafft.

In einer neuerlichen Bürgerbefragung hat die Stadt Konstanz die Bevölkerung nach ihrer empfundenen Lebensqualität befragt. Die Ergebnisse wurden nach Stadtteilen aufgelistet. Litzelstetten schloss bei dieser Erhebung am besten ab, wie Ortsvorsteher Wolfgang Gensle in der Ortschaftsratssitzung vom September mitteilte.

Einen neuen Rekord hat das Strandbad Litzelstetten aufgestellt: Am 01. August 2020 kamen rund 1000 Gäste in das Bad, dies entspricht einem noch nie da gewesenen Besucheransturm, wie der Bademeister der Ortsverwaltung berichtet hat. Trotz „Corona“ verzeichnete das Strandbad also einen neuen Höchstwert an Nachfrage, was seine Beliebtheit über die Ortsgrenzen hinaus bescheinigt.

Mittlerweile gibt es vom Hochbauamt der Stadt Konstanz eine Rückmeldung auf die Auflistung von Maßnahmen für die Schaffung von mehr Barrierefreiheit in Litzelstetten. Demnach wäre es denkbar, die Toilette am Waldfriedhof für bewegungseingeschränkte Menschen umzubauen. Die Kosten beliefen sich auf 15.000 EUR. Das Gebäude gehört den „Technischen Betrieben Konstanz“, es wird vom Hochbauamt unterhalten. Für mehr Barrierefreiheit im Litzelstetter Strandbad müsste das Gespräch mit den Stadtwerken Konstanz GmbH, Bau und Immobilen, gesucht werden. Sie sind für die Konstanzer Bäder zuständig. Ortsvorsteher Wolfgang Gensle wird hierzu auch nochmals mit dem zuständigen Amtsleiter, Herrn Grammelspacher, in Kontakt treten. Schwierig gestaltet sich das Rathaus: Für einen Aufzug, einen barrierefreien Umbau des WC und eine Fluchttreppe müssten Kosten und Konzepte entwickelt werden, wie das Hochbauamt schreibt. Da das dreistöckige Gebäude mit einem teilweise ausgebauten Dachgeschoss denkmalgeschützt ist, muss eine Umsetzbarkeit genau geprüft werden. Im Kellergeschoss befinden sich die Aufenthaltsräume der Gemeindearbeiter mit Werkstatt, Kellerräumen und Heizraum. Dieser Bereich ist von der Ost- und Südseite ebenerdig begehbar. In das höhergelegene Erdgeschoss gelangt man über zwei separate Haupteingänge. Der westliche führt über eine sechsstufige Außentreppe und eine behindertengerechte Rampe direkt ins Foyer des Rathauses. Der östliche Eingang führt über eine Außentreppe ins offene Treppenhaus, danach zum Obergeschoss und ebenso ins Foyer. Dieser Zugang wird insbesondere von den Mietern der Dachgeschosswohnung genutzt. Der rückseitige Eingang zum Erdgeschoss führt über eine Außentreppe mit zehn Stufen und einer Innentreppe mit drei Stufen. Die Realisierung eines Aufzugs scheint innen wie außen herausfordernd, die Kosten würden sich auf rund 200.000 EUR belaufen, eine Fluchttreppe auf 60.000 EUR. Hinter dem Rathaus könnte eine behindertengerechte Toilette eingebaut werden, Kosten ca. 40.000 EUR. Abschließend bedarf es Stellungnahmen des Amtes für Stadtplanung und Umwelt (ASU) und vom Tiefbauamt.

Autor: Dennis Riehle

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