Welche Schätze lagern vor Litzelstettens Ufern?

cirka 6.000 Jahre alte Steinklingen im Foyer des Rathauses Litzelstetten, Leihgabe von Herber Gieß aus Dingelsdorf
cirka 6.000 Jahre alte Steinklingen im Foyer des Rathauses Litzelstetten, Leihgabe von Herber Gieß aus Dingelsdorf, (c) Foto: Wolfgang Benesch, Konstanz

Im Juni jährt sich zum 10. Male, dass 111 Fundstellen prähistorischer Pfahlbauten zum UNESCO-Welterbe erkoren wurden. Eine dieser Fundstätten ist das Krähenhorn bei Litzelstetten. Doch welche Schätze mögen sich vor den Ufern Litzelstettens im Überlinger See verbergen? Wir wissen es nicht, denn diese Fundstelle ist noch nicht richtig erforscht und es gibt derzeit auch keine Pläne, dies in absehbarer Zeit zu tun.

Aber dennoch gibt es Möglichkeiten sich vorzustellen, was eines Tages ans Tageslicht gebrachten werden könnte. Denn prähistorische Fundstücke aus der Stein- und frühen Bronzezeit, manche etwa 6.000 Jahre alt, wurden in großer Anzahl am Bodenseeufer gefunden. Sehen kann man solche Fundstücke in verschiedenen Museen rund um den Bodensee und andernorts, aber auch im Foyer des Rathauses Litzelstellen. Hier sind als Leihgaben Fundstücke von Herbert Gieß ausgestellt, dem Sammler prähistorischer Fundstücke aus Dingelsdorf-Oberdorf.

Aber dieses Jahr gibt es noch ein besonderes Schmankerl: Herbert Gieß stellt in kurzen, aber sehr anschaulichen und leicht verständlichen Beiträgen einmal pro Woche eines seiner Fundstücke vor, erzählt, wie es zum Fund kam und was die einzelnen Objekte bedeuten. Lesen kann man diese Beiträge im wöchentlich erscheinenden Ortsblatt Dingelsdorf oder sehen und hören über die Internetseite der Freunde und Förderer des Pfahlbaumuseums Dingelsdorf (http://pfahlbau-dingelsdorf.de/index.php/komm-rein). Man kann also gespannt sein, was bei zukünftigen Erforschungen der Pfahlbaufundstelle Litzelstetten-Krähenhorn entdeckt werden wird.

Autor: Wolfgang Benesch