Sozial- und Pflegesprechstunde in Litzelstetten: Online-Beratung während der Corona-Krise

Logo der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe LiNa
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Die Litzelstetter Sozial- und Pflegesprechstunde bietet auch während der Corona-Pandemie weiterhin ihre Dienste für hilfesuchende Mitbürger an. Die ehrenamtliche Unterstützung der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe e.V. ist kostenlos und dient als Erstkontakt. Sie wird vom psychosozialen Berater Dennis Riehle geleitet. Sollte er nicht weiterhelfen können, vermittelt er an die zuständigen Ämter der Verwaltung.

„Durch die Niederschwelligkeit suchen viele Einwohner die Sprechstunde auf, ehe sie sich mit ihrem Thema an institutionelle Servicestellen wenden. Und in vielen Fällen kann ich die Fragen der Menschen bereits nach kurzer Schilderung des Sachverhalts beantworten. Damit ersparen sie sich oftmals den Behördengang, der nicht selten große Überwindung kostet“, so der 35-Jährige, der sein Wissen durch berufliche Erfahrung und freiwilliges Engagement erlangt hat. Zuletzt hat er zertifizierte Weiterbildungen im Sozialrecht und in Digitaler Prävention und Gesundheitsförderung absolvieren können, zudem in „Gerontologie“ sowie auch in „Rechtsfragen in der Pflege“, wodurch die Auskunft auf noch mehr Kompetenz fußen kann. Riehle ist daneben in Seelsorge, Trauerbegleitung und Altenbetreuung fortgebildet. Er weist jedoch darauf hin, dass sein Angebot keine fachkundige Rechtsberatung ist und darüber hinaus auch eine ärztlich-therapeutische Konsultation nicht ersetzen kann.

Typische Anliegen in der Sprechstunde sind: Leistungen bei Arbeitslosigkeit (ALG I und II/“Hartz IV“), Sozialhilfe (Grundsicherung, Sozialgeld u.a.), Leistungen bei Erwerbsminderung und im Alter, Leistungen der Pflegeversicherung (Pflegegrade, Verhinderungs- und Kurzzeitpflege, Pflegegeld und Pflegesachleistungen…), Barrierefreiheit, Wohnraumanpassung, pflegerische Hilfsmittel, Entlastung für pflegende Angehörige, Hilfe bei Krankheit oder Behinderung, Leistungen der Krankenversicherung und anderer Sozialträger, Anrecht und Leistungen bei Schwerbehinderung, Blindengeld und Blindenhilfe, Fragen zu Gebrechen des Alters, Hilfe und Unterstützung für Flüchtlinge und Asylsuchende, Fragen in der Erziehung, Leistungen für Familien (Kindergeld…), im Studium („BAföG“ usw.), Seelsorge in alltäglichen Krisen, Fragen zu Rehabilitation und Wiedereingliederung, Vorsorge-/Betreuungsvollmacht und Patientenverfügung sowie Hilfe bei Antragsstellung und dem Ausfüllen von Formularen oder Widersprüchen.

„Daneben informiere ich auch über die Dienste der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe“, so Riehle. „Ich freue mich besonders, dass das Angebot von Jung und Alt, von Arm und Reich, von Mann und Frau gleichermaßen genutzt wird. Dieser Vertrauensbeweis der Bevölkerung bedeutet mir viel. Und die beständige Zahl an Hilfsgesuchen macht auch deutlich, dass eine solche Leistung lange Zeit gefehlt hat. Wenngleich ich die Sprechstunde nun schon seit acht Jahren anbiete, sind die Ansinnen, mit denen sich die Einwohnerschaft an mich wendet, doch immer wieder neu. Der Zulauf ist aber auch ein Zeichen dafür, dass Bürokratie und Paragrafendschungel vielen Bürgern Probleme bereiten“.

Deshalb will Riehle weitermachen und bleibt für die Menschen während der Krise unter Mail: dennis.riehle@Li-Na.de oder per Post (Martin-Schleyer-Str. 27, 78465 Konstanz) erreichbar. Wir bitten um Verständnis, dass derzeit keine Telefonate entgegengenommen werden können. Zu beachten: Die Sprechstunde ist keinerlei Ersatz für Pflegeberatungen und andere Leistungen nach SGB XI. Eine Gewähr für die erteilten Auskünfte ist ebenso wie eine rechtliche Haftung für die Informationen nicht möglich. Es gilt das Gebot der Vertraulichkeit und Verschwiegenheit. Datenschutz wird gewährleistet. Eine Mailberatung ist auch anonym möglich.

Quelle: Pressemitteilung der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe