Haushalt 2021: Letztes Durchschnaufen vor einer Durststrecke

Rathaus / Ortsverwaltung Konstanz-Litzelstetten
Rathaus / Ortsverwaltung Konstanz-Litzelstetten

Verwaltungsleiter Klaus Frommer berichtete in der März-Sitzung des Litzelstetter Ortschaftsrates über den Haushalt für die Stadt Konstanz und den Teilort Litzelstetten. Es handelte sich dieses Mal nicht um einen Doppelhaushalt, sondern um einen sogenannten „einfachen Haushalt“. Dieser wäre sehr gekürzt und auch die Ortsverwaltung musste 10 % vom Haushaltsansatz 2020 abgeben. Im Herbst würde es bereits mit der nächsten Vorlage für 2022 weitergehen, vermutlich dann auch schon für das Jahr 2023. Klaus Frommer zitierte eine passende Beschreibung: „2021 wird ein Haushalt zum Durchschnaufen.

Das abgelaufene Haushaltsjahr 2020 war besser als die anfänglichen Prognosen, aber für das Jahr 2021 sind momentan keine Bundes- und Landesförderungen absehbar, deswegen ist es eine schwierige, kaum planbare Finanzsituation. Alle bisherigen Aufgaben und Angebote werden weitergeführt, aber es gibt wenig Spielraum für Neues. Das ist das Problem.“ Weiterhin berichtet er, dass die Gesamtortsverwaltung immerhin 188.100 € im Planentwurf eingetragen habe. Hinzu käme der komplette Ergebnishaushalt, welcher dem Ortschaftsrat vorlag. Hierbei sei die Ortsverwaltung mit einem reduzierten Betrag von 23.500 € berücksichtigt.

Konkret sieht es bezüglich der einzelnen Posten wie folgt aus: Die Bauunterhaltung mit Straßenreinigung und Winterdienst, die Landwirtschaft mit Feldwegen, die Gemeindestraßen, die Kinderspielplätze und alle Freizeitanlagen werden mit 56.700 € hinzukommen. Ebenso wäre der Jugendtreff mit 2.700 € dabei. Die Ortsverwaltung habe Bedarf an Ersatzbeschaffungen wie einen Aufsitzmäher, ein Mulcher, Geräte/Kleingeräte für den Bauhof und eine solarbetriebene Geschwindigkeitsmessanlage. Bei den Investitionen wäre die Seeblickhalle mit einer energetischen Flachdachsanierung, welche bereits durchgeführt wurde, im Haushalt berücksichtigt. Die Erschließung des Marienweges, die Grünanlage Marienweg, der Radweg Litzelstetten – Mainau, an dem die Ortsverwaltung indirekt beteiligt wäre, steht mit 275.000 € weit hinten an. Die Verbindungsstrecke verlaufe vom Campingplatz in Richtung Mainau und musste wegen des Baus vom neuen Campingplatzes verschoben werden. Auch wenn es sehr ärgerlich sei, müsse dieses Vorhaben wohl auf 2026 verschoben werden. Für den Skateplatz wären noch 10.000 € denkbar. Beim Zeltplatz ist die Außenanlage mit in die Planungen aufgenommen worden. Erfreulich sei gleichsam das Ortsteilbudget, welches mit 7.500 € erneut vorgesehen ist.

All diese Zahlen seien vorbehaltlich, auch wenn davon auszugehen sei, dass sie vom Gemeinderat bestätigt würden. Ortsvorsteher Wolfgang Gensle merkte zudem an, dass die Martin-Schleyer-Straße vermutlich früher in die Planungen aufgenommen werde. Sie sei derzeit für 2026 und die Folgejahre vorgesehen. Der Zustand der Straße würde aber für Litzelstetten arbeiten, deshalb würde ihre Sanierung früher kommen als erwartet. Weiters denke er an den Bebauungsplan „Im Grün“, welchen er gerne vorantreiben möchte. Gespräche mit den Eigentümern über deren Planungsabsichten oder deren Zeiträume seien geführt worden. Im Bebauungsplan könnten hier noch einige Wohneinheiten verwirklicht werden. Litzelstetten habe sehr wenig Baugrund, der abseits vom Marienweg noch bebaut werden könne. Hier müsse die Infrastruktur vorangebracht werden, dieses dauere aber drei bis fünf Jahre, bis schlussendlich gebaut werden könne. Wichtig sei es, angedachte Projekte auch tatsächlich voranzubringen. Zuletzt erwähnte der Ortsvorsteher, dass die Außenfläche im städtischen Kindergarten im letzten Jahr von der Stadt gekauft wurde. Planung und Gestaltung der Außenflächen müssten nun noch verwirklicht werden, erst dann könne der Posten in den Haushalt, worum sich das Amt für Stadtplanung und Umwelt kümmern müsse.

Autoren: Antje Schiepp / Dennis Riehle