Verschiedenes aus dem Litzelstetter Ortschaftsrat

Rathaus / Ortsverwaltung Konstanz-Litzelstetten
Rathaus / Ortsverwaltung Konstanz-Litzelstetten

Ortsvorsteher Wolfgang Gensle berichtete dem Ortschaftsrat in seiner aktuellen Sitzung, wie die Bauarbeiten am Campingplatz vorangehen. Sie sollen bis zum 1. April 2021 zu 95 Prozent abgeschlossen sein.  Bezüglich der Kosten erläutert er aus dem Haupt- und Finanzausschuss, dass sie sich seit 2016 um 20 % gesteigert haben. Zudem gab es kleinere Wünsche, die an den Bauherrn des neuen Campingplatzes herangetragen wurden. Ins Gewicht fielen gleichsam die Winterbaumaßnahmen und zwei Torflinsen, welche unter dem Campingplatz hervorkamen. Unter dem Strich wurde Wolfgang Gensle von der Stadtverwaltung aktuell mitgeteilt, dass die Ausgaben bei etwa bei 1 bis 1,15 Millionen Baukosten netto liegen. Eine Eröffnung wäre zum 01. Mai 2021 angedacht.

Zur Martin-Schleyer-Straße hat der Ortsvorsteher am 15.02.2021 einen Runden Tisch mit dem städtischen Amt für Stadtplanung und Umwelt (ASU) sowie dem Tiefbauamt geführt und dort auf die Überprüfung der Infrastruktur gedrängt. Er berichtet, dass er den Verantwortlichen der „Stadtwerke Konstanz“ getroffen habe, der die Martin-Schleyer-Straße in die Projektgruppen einbringen wird.

Zur Ortsmitte erklärt Wolfgang Gensle über die Verlegung des „Sozialen und Kulturellen Zentrums“ (SoKuZ), das bislang im Obergeschoss des Litzelstetter Rathauses untergebracht ist. Es soll in die Ortsmitte umziehen. Diesbezüglich sei die „Wohnungsbaugesellschaft Konstanz“ (WOBAK) als zuständiger Bauträger noch mit der Überprüfung beschäftigt. Man sagte zu, dass dem Ortschaftsrat im Anschluss verschiedene Varianten und Möglichkeiten präsentiert würden. Daraus könne das Gremium einen Beschluss entwickeln und ihn entsprechend abstimmen.

Aus der Ortsverwaltung wird berichtet, dass die Feldwege durch Schneeschmelze und Regen stark beschädigt wurden. Speziell bei vier Wegen, nämlich der Waldemar-Besson-Straße, dem Bählerbachweg, dem Hasenwiesenweg und der Verbindungsweg vom Purren zum Torkelberg, seien betroffen. Hier wolle Ortsvorsteher Wolfgang Gensle mit den „Technischen Betrieben Konstant“ und dem Tiefbauamt der Stadt Termine vereinbaren und ein langfristiges Projekt aufstellen. Immerhin würden die Wege immer wieder fortgespült, es brauche langfristige Lösungen mit entsprechender Planung und Finanzierung.

Ortsvorsteher Wolfgang Gensle berichtet über die Idee eines pensionierten Arztes aus Litzelstetten, der hier ein Testzentrum einrichten wolle. Er denke daran, jeden Tag für eine Stunde Testungen durchzuführen. Der Vorschlag wurde sogleich an Sozialdezernent Dr Osner weitergegeben, der den Plan unterstützt und ihn in den Gemeinderat zur Diskussion und Umsetzung einbringen werde. An den OB wurde zudem ein Brief zu Impfmöglichkeiten für Personen über 80 Jahre geschrieben, die im Rahmen einer Aktion, beispielsweise in der Litzelstetter Seeblickhalle, geimpft werden könnten. Mehrere Mediziner aus dem Ort hätten sich bereiterklärt, daran mitzuwirken. Dann müssten die Hochbetagten nicht mehr den Weg ins Singener Impfzentrum auf sich nehmen. Nachdem es aber im Moment noch an Impfstoff fehle, scheitert das Anliegen an den ausbleibenden Lieferungen.

Am letzten Wochenende im Februar hat es erneut sogenannte „Wildcamper“ am Strandbad und auf dem Purren gegeben. Das berichtete Ortsvorsteher Wolfgang Gensle dem Ortschaftsrat. Man werde die Situation weiterhin beobachten und bereits für die kommende Sitzung Lösungsvarianten vorbereiten, wie dem Problem abgeholfen werden kann.

Am 01. Dezember 2021 begeht Litzelstetten das 50-jährige Jubiläum des Teilortes zur Stadt Konstanz. Wolfgang Gensle hat mit Herrn Prof. Klöckler vom Stadtarchiv gesprochen. Es wird noch abgeklärt, ob für eine Feier ein Budget existiert. Eine Projekt, das er mit Prof. Klöckler angedacht habe, wäre die Neuauflage des Buches von Litzelstetten aus dem Jahr 1989 aufgelegt und die Zeit bis zum Anfang der Eingemeindung darstellt. Prof. Klöckler würde die letzten 50 Jahre komplettieren, dies könne er sich gut vorstellen. Es gäbe die Möglichkeit, das vorhandene Buch einzuscannen und den neuen Textteil anzufügen. Man müsse dabei von Kosten in Höhe zwischen 10.000 und 15.000 € ausgehen – je nach Auflage.  Man könnte sich auch vorstellen, das Vorhaben durch Werbung zu finanzieren. Der Ortschaftsrat wird sich bis zur nächsten Sitzung Gedanken darüber machen.

Das „Bundesamt für Strahlenschutz“ habe bis für kurzem in seinen Veröffentlichungen stets mitgeteilt, dass es bei Einhaltung  der Grenzwerte durch elektromagnetische Strahlung keine nachweisbaren Schäden gäbe. In 2020 wurde zurückgerudert und die Behörde habe publiziert, dass es doch Hinweise auf Krankmachung gebe – und zwar in Bezug auf das Hormonelle und Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System und mögliche Krebserkrankungen. Dazu sei umfangreiches Informationsmaterial vorhanden – und da Litzelstetten von der elektromagnetischen Strahlung durch mehrere Mobilfunkmasten der Emission besonders stark ausgesetzt sei, wäre es ratsam, sich damit zu beschäftigen. Herr Dolak bittet darum, den Dialog im Arbeitskreis fortzuführen. Ortschaftsrätin Müller möchte bei den Stadtwerken anfragen, wie weit das Glasfasernetz bereits ausgebaut ist. Der Ortsvorsteher habe bereits einen Brief an den Oberbürgermeister geschrieben, wonach die Digitalisierung in Litzelstetten bereits weit fortgeschritten wäre. Auch habe er mit der IT-Abteilung der Stadt gesprochen und erfahren, dass das Litzelstetter Rathaus und die Grundschule bis zu den Sommerferien an das Glasfasernetz angeschlossen sein könnten. Es fehlten offenbar wohl nur noch rund  12.500 € für die Anschlusskosten. Die Umschaltstation am Dorfwiesenweg/Sankt-Katharinen-Weg soll zeitnah angegangen werden, dann wäre das obere Drittel von Litzelstetten erschlossen.

Laut Ortsvorsteher Wolfgang Gensle sollen alle Arbeitskreise angeschrieben werden, um zu prüfen, ob Sitzungen in der derzeitigen Lage auch über Videochat geführt werden könnten.

Ortschaftsrätin Fuchs informiert zum Weltkulturerbe am Krähenhorn, dass der hierfür gegründete Förderverein geplant hatte, im Juni eine Veranstaltung zu organisieren. Dann jährt sich die Anerkennung der 111 Pfahlbaustätten nördlichen Alpen als UNESCO-Welterbe zum zehnten Mal. Es solle ein feierlicher Anlass sein, weshalb man aufgrund der unklaren Pandemielage schon mehrere Planungen in der Schublade habe, die je nach Situation umgesetzt werden könnten. Das Projekt des Bronze-Reliefs für den Rathausvorplatz, für das die HTWG einen Negativguss herstelle, wurde durch Corona ebenfalls ausgebremst. In der Fräserei habe man nicht durcharbeiten können, der Fertigungsvorgang wurde zwischenzeitlich angehalten. Nachdem auch der Spendenstand noch nicht den anvisierten Betrag erreicht hat, werde die Veranstaltung wahrscheinlich auf September verschoben. Man informiere den Ortschaftsrat fortlaufend. Zuwendungen für den Bronzeguss sind weiterhin möglich: www.litzelstetten-kraehenhorn.de.

Autoren: Antje Schiepp / Dennis Riehle