Weitere Neu- und Altbürger für Litzelstetter Patenschaftsprojekt gesucht!

Rundstempel der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe
Rundstempel der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe

Litzelstetten ist ein Dorf mit großer Fluktuation: Durch die Universität Konstanz leben im Ort viele Studenten, aber auch Lehrende und Mitarbeiter. Zudem ist Litzelstetten gerade für junge Familien ein neuer Anziehungspunkt in ihrem Leben, sodass sich die Bevölkerung immer wieder stark durchmischt. Auch ältere Menschen lernen Litzelstetten immer öfter als Lebensmittelpunkt kennen und schätzen. Viele „Ureinwohner“ bedauern demnach, dass sich das Dorf zunehmend teilt – in einen Kern mit seit langem hier wohnenden Bürgern, und in einen Bereich mit denjenigen, die hinzuziehen. Oftmals lebe man mittlerweile aneinander vorbei, wird berichtet.

Nachbarschaft zwischen „Alt“ und „Neu“ gestaltet sich also oftmals schwieriger als gedacht, die Anonymität unter den Menschen nimmt zu. Dabei wünschen sich gerade diejenigen, die ganz frisch nach Litzelstetten kommen, Anschluss an die Gemeinschaft, an Vereine und Kirchengemeinden, an Schule und Kindergarten, an Aktivitäten und Engagement. Aber auch Freundschaften und neue Kontakte in einer oftmals noch fremden Umgebung, die nicht selten auch ihre Eigenarten aufweist, sind anfangs rar. Ein Kennenlernen des Ortes zur Orientierung, aber auch im Blick auf wichtige Anlaufstellen wie Verwaltung und Dienstleistungen, Hintergründe zu den Traditionen und der Geschichte des Dorfes, über das Leben im Litzelstetten von heute, Wissenswertes über Angebote zu Ehrenamt und Freizeitgestaltung, Treffpunkte und Eigenheiten – all das kann einander nähergebracht werden, wenn Menschen sich begegnen. Informationen und Persönliches austauschen und dazu beitragen, dass das Einfinden im neuen Wohnumfeld leichter wird.

Diese Idee verfolgt das Projekt der „Neubürger-Patenschaft“, das nach Möglichkeit zwischen „Neubürgern“ und „Altbürgern“ vermittelt. Als Initiator und gleichzeitiger Ansprechpartner versucht Dennis Riehle durch seine Erfahrungen als „echter Litzelstetter“, interessierten Zugezogenen eine Patenschaft zu einem Einwohner herzustellen, die dann ganz individuell gestaltet werden kann. Unabhängig und ehrenamtlich nimmt der alteingesessene Bürger den Neuankömmling sprichwörtlich „an die Hand“, zeigt ihm das Dorf, beantwortet Fragen und hilft bei der „Integration“. Umgekehrt lernt auch der „Ureinwohner“ die Geschichte eines nach Litzelstetten gezogenen Neubürgers kennen, erfährt also auch für sich einen Gewinn und Mehrwert aus diesem Engagement – und im Idealfall entwickelt sich ein Miteinander, das dabei hilft, weitere soziale Kontakte zwischen „Alt“ und „Neu“ zu knüpfen und die Barrieren zwischen den einzelnen Bevölkerungsgruppen sukzessive abzubauen.

Wer sich vorstellen kann, als Litzelstetter Bürger einen Neuzugezogenen zu begleiten, möge sich ebenso melden wie alle interessierten Neubürger, die sich gerade zu Anfang im neuen Lebensumfeld eine Begleitung durch einen ortsansässigen Einwohner wünschen. Der Koordinator des Projekts bei der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe e.V. ist über Mail: dennis.riehle@Li-Na.de und per Tel.: 07531/955401 (AB) zu erreichen. Das Engagement erfolgt unentgeltlich und soll sich aus der Bereicherung des gegenseitigen Kennenlernens und der Wertschätzung der pluralistischen Dorfgemeinschaft samt ihrer Lebendigkeit speisen.

Quelle: Pressemitteilung der Litzelstetter Nachbarschaftshilfe, Dennis Riehle